Fakten zu Lebensmittelabfällen

Bei Plast Team tun wir, was wir können, um zu einer nachhaltigeren Welt beizutragen. Unter Anderem beteiligen wir uns an der Initiative zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.
Stop Wasting food (Stop Spild Af Mad) ist Dänemarks größte Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Wir möchten so viele Informationen wie möglich über Lebensmittelverschwendung verbreiten und darüber informieren wie wir dieses verhindern können. Deshalb haben wir einige Fakten über Lebensmittelabfälle zusammengetragen, von denen wir glauben, dass sie einige Denkanstöße liefern.

  • In der westlichen Welt sind die Verbraucher die größten Verschwender von Lebensmitteln: Der Pro-Kopf-Abfall der Verbraucher liegt in Europa und Nordamerika zwischen 95 und 115 kg pro Jahr, während die Verbraucher in Afrika südlich der Sahara, in Süd- und Südostasien jeweils nur 6 bis 11 kg pro Jahr wegwerfen. Die Pro-Kopf-Lebensmittelverbrauch und Lebensmittelabfälle nach Verbrauchs- und Vorkonsumphasen in unterschiedlichen Regionen.
  • Wir sind über 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, von denen 925 Millionen Hunger leiden. Dennoch verlieren und verschwenden wir jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel – genug, um 3 Milliarden Menschen zu ernähren.
  • Etwa ein Drittel der weltweit jährlich für den menschlichen Verzehr produzierten Lebensmittel – rund 1,3 Milliarden Tonnen – geht verloren oder wird verschwendet.
  • Lebensmittelverluste während der Ernte und Lagerung führen zu Einkommensverlusten für Kleinbauern und zu höheren Preisen für arme Verbraucher.

  • Die Menge an Lebensmitteln, die jedes Jahr verloren geht oder verschwendet wird, entspricht mehr als der Hälfte der weltweiten jährlichen Getreideernte (2,3 Milliarden Tonnen im Jahr 2009/2010).

  • Die insgesamte Pro-Kopf-Lebensmittelproduktion für den menschlichen Verzehr beträgt in reichen Ländern etwa 900 kg pro Jahr, fast doppelt so viel wie die 460 kg pro Jahr in den ärmsten Regionen.

  • In Entwicklungsländern treten 40 % der Verluste nach der Ernte und während der Verarbeitung auf, während in Industrieländern mehr als 40 % der Verluste im Einzelhandel und bei Verbrauchern stattfinden.

  • Im Einzelhandel werden große Mengen an Lebensmitteln aufgrund von Qualitätsstandards verschwendet, welche einzig das Erscheinungsbild betonen.

  • Der Verlust und die Verschwendung von Nahrungsmitteln bedeuten auch eine erhebliche Verschwendung von Ressourcen wie Wasser, Land, Energie, Arbeit und Kapital und verursacht unnötige Treibhausgasemissionen, die zur globalen Erwärmung und zum Klimawandel beitragen.

  • In Entwicklungsländern treten Lebensmittelverschwendung und -verluste hauptsächlich in frühen Stadien der Lebensmittelwertschöpfungskette auf und lassen sich auf finanzielle, verwaltungstechnische und technische Einschränkungen bei Erntetechniken sowie Lager- und Kühlanlagen zurückführen. Die Stärkung der Lieferkette durch die direkte Unterstützung der Landwirte und Investitionen in Infrastruktur, Transport, sowie eine Ausweitung der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie könnte dazu beitragen, den Verlust und die Verschwendung von Lebensmitteln zu verringern.

  • In Ländern mit mittlerem und hohem Einkommen werden Lebensmittel hauptsächlich in späteren Phasen der Lieferkette verschwendet und gehen dort verloren. Anders als in Entwicklungsländern spielt das Verhalten der Verbraucher in den Industrieländern eine große Rolle. Die Studie nennt als einen weiteren wichtigen Faktor einen Mangel an Koordination zwischen den Teilnehmern der Lieferkette. Vereinbarungen zwischen Landwirten und Käufern können hilfreich sein, um die Koordination zu verbessern. Darüber hinaus stellen die Sensibilisierung innerhalb der Branche, unter Einzelhändlern und Verbrauchern sowie die Suche nach einer vorteilhaften Verwendung für Lebensmittel, die momentan weggeworfen werden, nützliche Maßnahmen dar, um die Menge an Verlusten und Abfällen zu verringern.

  • Im September 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG), darunter das UN-Ziel für nachhaltige Entwicklung 12.3: Bis 2030 die Halbierung der weltweiten Lebensmittelabfälle pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene sowie Verringerung der Lebensmittelverluste in den Produktions- und Lieferketten, einschließlich den Verluste nach der Ernte.

  • Die EU und deren Mitgliedstaaten verpflichten sich, die im September 2015 verabschiedeten UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) zu erreichen, einschließlich des Ziels, die Pro-Kopf-Lebensmittelverschwendung auf Einzelhandels- und Verbraucherebene bis 2030 zu halbieren und die Lebensmittelverluste in der Lebensmittelproduktion und den Lieferketten zu verringern.

  • Im September 2015 kündigten das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) und die EPA im Einklang mit dem UN-Ziel für nachhaltige Entwicklung 12.3 das erste inländische Ziel an, den Verlust und die Verschwendung von Nahrungsmitteln in den USA bis zum Jahr 2030 um die Hälfte zu reduzieren.


    Quellen: Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Europäische Kommission, EU FUSIONS, Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten, Umweltschutzbehörde der Vereinigten Staaten, World Resources Institute, Dänische Umweltschutzbehörde (EPA)